• Henry Neumann

So könnte das Ladenetz für die Elektromobilität sehr schnell wachsen – Blick in die Zukunft

Aktualisiert: Okt 2


In dieser Blog-Rubrik möchte ich meine Fähigkeiten als CG-Artist einsetzen, um Themen zu visualisieren, die mich auch persönlich beschäftigen. In diesem Artikel starte ich mit dem Thema Elektomobilität. Wir schauen uns an, was gerade nicht so gut läuft und wie man es vielleicht besser machen könnte.


Ob das Huhn oder das Ei zuerst da war, wird auch in Zukunft ein Streitthema bleiben. Ob die Menschen in der Zukunft sich auch darüber streiten werden, ob die Ladeinfrastruktur oder das E-Auto zuerst da war? Klar ist: Ohne Ladenetz kauft niemand ein E-Auto und ohne Käufer bekommen die Autohersteller ein Problem mit diesem Zukunftsprojekt.


Der schnelle Ausbau von öffentlichen Ladepunkten ist also die Kernaufgabe. Doch die Politik und die Wirtschaft tun sich in dieser Frage noch sehr schwer, denn der Investitionsbedarf ist riesig. Aber was macht das System so teuer? Planung, Genehmigungsverfahren, Erdarbeiten, die Installation und am Ende die schiere Masse an benötigten Stationen treiben den Preis in die Höhe. Ein Ladesystem, das einen Großteil dieser Punkte umgeht, wäre also ein guter Kandidat für eine Brückentechnologie.



Mein Vorschlag


Eine mobile und infrastrukturunabhängige Ladesäule, die die Grundversorgung in der Fläche sichert und weiße Flecken auf der Landkarte abdeckt.


Abb. 1: 3D Visualisierung einer mobilen und infrastrukturunabhängigen Ladestation für E-Autos. © ZUMMARS

Das Grundprinzip der mobilen Ladestation


Abb. 2: Ladestation im Profil

Sagt Ihnen der Bregriff Power Bank etwas? Das sind diese kleinen praktischen Helfer für unterwegs, die den Akku Ihres Smartphones wieder auffüllen. Das Prinzip dieser Ladestation funktioniert genauso. Sie ist eine XXL-Power-Bank für die Straße.


Die Station in diesem Design-Konzept ist als ein Element einer modernen Stadtmöblierung gedacht. Die Ladestation besteht aus einem Bambus-Korpus mit einem User-Interface, das sich direkt unter der Oberfläche befindet. Zwei starke Akku-Packs (siehe Abb. 2) versorgen die Station sowie angeschlossene Autos mit genügend Energie. Durch die Aufteilung der Akkus in zwei Elemente können diese im laufenden Betrieb durch ein Versorgungsfahrzeug ausgetauscht werden.


Der Vorteil eines solchen Systems liegt auf der Hand: Für den Betrieb der Station sind keine baulichen Eingriffe notwendig. Aufstellen und das Aufladen kann beginnen. Eine Stadt könnte auf diese Weise sehr schnell ein flächendeckendes Ladenetz schaffen, das dazu noch flexibel an den Bedarf angepasst werden kann. An Standorten, die sehr gefragt sind, können nach und nach stationäre Systeme installiert werden. Die dann frei werdenden Kapazitäten der mobilen Stationen können wiederum auf neue Standorte verteilt werden, die noch unterversorgt sind. Eine Win-Win-Situation für die Mobilität der Zukunft.



Nur mit vorhandener Infrastruktur wird es eine Mobilitätswende geben


In Städten wie zum Beispiel Düsseldorf entstehen stationäre Ladesäulen nur im Schneckentempo. Schaut man sich die Situation im Detail an, muss man feststellen, dass beispielsweise in Wohngebieten so gut wie keine Ladestationen entstehen. In einem zentrumsnahen Stadtteil wie Flingern gibt es kaum öffentliche Ladesäulen, die rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Kein Wunder also, dass zurzeit niemand auf die Idee kommt, hier auf einen E-Antrieb umzusteigen.



Fazit:


Erst eine wirklich flächendeckende Ladeinfrastruktur wird Käufer für elektrisch betriebene Fahrzeuge begeistern. Ein mobiles Aufladesystem eignet sich aus meiner Sicht hervorragend als Brückentechnologie sowie als Ergänzung zum standortgebundenen Ladenetz.


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